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Updates aus Tech und Zukunft. Kurz und bündig.
Hackerangriffe auf Kühlanlagen in deutschen Supermärkte
3. November 2026, 18:31 Uhr
Nach Frankreich, Belgien, Finnland und einigen anderen EU-Ländern hat es nun auch Deutschland getroffen. Hacker haben die Kontrolle über Kühlregale und Gefriertruhen in einzelnen Märkten der Ketten Rewe und Edeka übernommen. Auch zwei Supermärkte der Kette CAP in Nordrhein-Westfalen waren betroffen. Die Hacker aktivierten dabei Heiz- beziehungsweise Abtauprogramme und stellten die Temperaturen teilweise auf rund 50 Grad Celsius. Daraufhin mussten Lebensmittel aus den betroffenen Regalen und Kühltruhen vorsorglich aus dem Verkauf genommen oder entsorgt werden.
Das Einfallstor für die Angriffe waren offenbar über das Internet erreichbare Steuerungssysteme für Kühlanlagen, darunter Geräte des dänischen Wärme- und Kältetechnikunternehmens Danfoss. Veraltete Firmware und unzureichend abgesicherte Fernkontroll- und Wartungszugänge könnten die Angriffe erleichtert haben. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hatte bereits nach den Angriffen in Frankreich dazu aufgerufen, „aus dem Internet erreichbare Steuerungsanlagen nach dem Stand der Technik abzusichern“.
New York Times verklagt Brave Software
3. November 2026, 12:55 Uhr
Die New York Times, die New York Daily News und zwei weitere US-Zeitungen haben gegen den Entwickler des Browsers Brave Klage eingereicht. Sie werfen dem IT-Unternehmen Brave Software vor, die Inhalte der Verlage ohne Erlaubnis zu kopieren, dabei zum Teil unrechtmäßig Bezahlschranken zu umgehen und die Inhalte für das Training von KI-Modellen bereitzustellen. Denn die Firma soll KI-Unternehmen wie Anthropic, Perplexity und xAI gegen Bezahlung Zugriff auf „Echtzeit-Online-Inhalte aus dem Brave-Index“ gewähren, die diese dann sowohl zur Beantwortung von Nutzeranfragen als auch zum Aufbau ihrer Datensätze verwenden.
Laut den Klageschriften hat „Brave die Medienhäuser nie um Erlaubnis gebeten, auf ihre Websites zuzugreifen“, oder ihnen eine finanzielle Vergütung angeboten. Brave soll vielmehr bewusst die Identität seiner Webcrawler verschleiern und so verhindern, dass die Verlage diese gezielt über Einträge in der robots.txt oder durch andere Sperrmaßnahmen abweisen können. Beschwerden der Verlage gegen dieses Vorgehen habe Brave Software wiederholt ignoriert, erklärt die New York Times. Brave verhalte sich laut den Klägern sowohl wie „ein Einbrecher“ als auch wie „ein KI-Hehler, der gestohlene Inhalte an Dritte verkauft“.
Riesiges Botnetzwerk auf Android-TV-Boxen aufgedeckt
3. November 2026, 11:53 Uhr
Wer keinen Smart-TV hat oder nicht auf dessen integriertes Betriebssystem setzen will, greift oft zu günstigen Android-TV-Boxen als Mediacenter. Viele davon sind durchaus leistungsfähig. Doch hinter ihnen stecken häufig wenig bekannte Hersteller aus China. Wie nun The Register berichtet, hat der Hersteller Videostrong Technology mehr als 1,3 Millionen Geräte, überwiegend Android-TV-Boxen, mit versteckter Schadsoftware ausgeliefert. Besonders kritisch ist dies, da das Unternehmen bislang ein offizieller Android-Hardwarepartner von Google war. Laut Google wurde die XCPE getaufte Hintertür gezielt in die Firmware der Boxen integriert.
Diese ermöglichte den Hintermännern den Aufbau und Betrieb eines riesigen Botnetzes. Über dieses konnten die TV-Boxen ferngesteuert werden, um beispielsweise Werbebetrug zu betreiben, als Proxy-Server die Herkunft von Datenströmen zu verschleiern oder zusätzliche Schadsoftware nachzuladen. Laut Google verkaufte Videostrong den Zugang zu dem Botnetz an Hackergruppen und andere Kriminelle. Durch die Abschaltung von Steuerungsservern wurde das Botnetz mittlerweile erheblich geschwächt. Die Schadsoftware selbst ist dadurch allerdings nicht automatisch von den betroffenen Geräten verschwunden.
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