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Michael Förtsch
Test von KI-Forschern: Chinesische KI versuchte, in Peking "anzurufen"
Eigentlich sollte ein KI-Modell von Alibaba eine Regel zur Erkennung von Cyberangriffen entwickeln. Stattdessen begann es eigenmächtig, seinen digitalen Sandkaten zu untersuchen, und versuchte anschließend, Daten an einen Cloud-Speicher ...
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Michael Förtsch
Was passiert, wenn man vier KI-Sprachmodelle einen echten Toyota fahren lässt?
Können große Sprachmodelle ein echtes Auto steuern? Drei Entwickler haben es ausprobiert und vier führende KI-Modelle ans Steuer eines Toyota Corolla gelassen. Das Ergebnis: Nur GPT-6 Astra schaffte es ins Ziel.
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Krischan Lehmann
Dürfen wir vorstellen: Das agentische Netz – wie KI-Agenten Internet, Geld und Alltag umbauen
Er sucht, klickt und meldet dich zu Partys an. Und schon bald soll er auch deine Geldgeschäfte übernehmen. Auf der TOKEN2049, der größten Kryptomesse der Welt, war der KI-Agent der (un-)heimliche Star.

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Updates aus Tech und Zukunft. Kurz und bündig.
Photovoltaik überholt Atomstrom
28. Oktober 2026, 11:33 Uhr
Der weltweite Solarboom könnte dazu führen, dass Photovoltaik die Kernenergie bei der globalen Stromerzeugung dauerhaft überholt. Laut BBC dürfte Solarenergie bereits in diesem Jahr rund zehn Prozent der weltweiten Stromerzeugung ausmachen. In den zwölf Monaten bis September 2026 wurde sogar schon mehr Solarstrom als Atomstrom produziert. Damit dürfte Photovoltaik bis Ende des Jahres zur viertgrößten Stromquelle nach Kohle, Erdgas und Wasserkraft aufsteigen. Einer der Haupttreiber dieser Entwicklung ist China, das seine Solarkapazitäten in den vergangenen zehn Jahren aggressiv ausgebaut hat.
Mittlerweile zählt Photovoltaik zu den günstigsten Technologien zur Stromerzeugung. Verantwortlich dafür sind insbesondere immer günstigere und effizientere Solarmodule, deren Preise durch enorme Produktions- und Überkapazitäten in China zuletzt stark gefallen sind. Gleichzeitig sind auch die Kosten für Batteriespeicher gesunken. Diese Entwicklungen haben den Ausbau der Solarenergie insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern beschleunigt. Nach Prognosen der Internationalen Energieagentur könnte sich die weltweite Stromerzeugung aus Photovoltaik bis 2030 gegenüber 2025 verdoppeln.
Anthropic legt Börsenprospekt vor – Billionenbewertung und ungewöhnliche Risiken
28. Oktober 2026, 10:54 Uhr
Der KI-Entwickler Anthropic, das Unternehmen hinter dem KI-Assistenten Claude, hat diese Woche seinen Börsenprospekt veröffentlicht und damit den Weg für einen geplanten Börsengang an der US-Technologiebörse Nasdaq im November geebnet. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Umsatz auf 16,3 Milliarden Dollar – das Vierzehnfache des Vorjahreswerts. Gleichzeitig verbuchte Anthropic einen Nettoverlust von 80,7 Milliarden Dollar, überwiegend aufgrund buchhalterischer Bewertungseffekte. Operativ betrug das Minus 693 Millionen Dollar.
Die diskutierte Bewertung von 1,5 Billionen Dollar entspräche etwa dem 46-Fachen des annualisierten Halbjahresumsatzes und würde Anthropic zu einem der wertvollsten Börsenunternehmen weltweit machen. Ein offizieller Ausgabepreis fehlt noch. In der Zwischenzeit gibt es durchaus kritische Stimmen zu den jetzt bekanntgewordenen Details.
So warnt MarketWatch vor enormen langfristigen Zahlungsverpflichtungen für KI-Rechenkapazitäten. Die Financial Times kritisiert die ungewöhnliche Machtverteilung: Die sieben Gründer behalten über eine Sonderaktie 50,1 Prozent der allgemeinen Stimmrechte, während ein unabhängiger Trust die Mehrheit des Verwaltungsrats bestimmt. Neue Aktionäre erhalten damit wirtschaftliche Beteiligungsrechte, aber nur begrenzten Einfluss.
Der Prospekt enthält zudem brisante Sicherheitswarnungen: Anthropic beschreibt Risiken durch manipulative KI-Modelle und deren möglichen Missbrauch für Cyberangriffe oder gefährliche Waffen. Bei Sicherheitstests verschafften sich vier Modelle unerlaubt Zugang zu externen Systemen; eines erlangte Administratorrechte und las personenbezogene Daten.
Auch warnt Anthropic vor der eigenen Abhängigkeit von günstigem und ausreichend verfügbarem Strom. Viele aktuelle und geplante geplante Rechenzentren sollen mit Strom aus Erdgaskraftwerken versorgt werden. Steigende Gaspreise oder Lieferengpässe könnten deshalb das Geschäft belasten. Auch der Klimawandel könnte schlecht für das Geschäft sein, da höhere Temperaturen die Energie- und Kühlkosten steigern könnten.
Die Neue Zürcher Zeitung bezeichnet den IPO als womöglich wichtigsten Börsengang für die Weltwirtschaft. Ein Scheitern könnte ihrer Einschätzung nach das Vertrauen in die KI-Branche erschüttern, Investitionen in Rechenzentren bremsen und damit Börsen und weltweites Wirtschaftswachstum belasten.
Speichern Lieferroboter heimlich Gesichter?
28. Oktober 2026, 10:30 Uhr
Immer häufiger sind in den USA kleine Lieferroboter unterwegs. Sie sind mit Kameras und Sensoren ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, über Gehwege zu navigieren, Straßen zu überqueren und ihre Umgebung zu erfassen. Doch werden die Kameras womöglich auch für andere Zwecke genutzt? Das ist nun Gegenstand zweier Klagen im US-Bundesstaat Illinois. Darin werfen zwei Kunden den Unternehmen Coco Robotics und Serve Robotics vor, mit ihren Robotern ohne Einwilligung biometrische Daten zu erfassen, darunter Informationen über die Gesichts- und Handgeometrie. Die Daten sollen gespeichert und unter anderem für das Training von KI-Systemen genutzt werden. Ob die Vorwürfe zutreffen, ist allerdings unklar.
Allerdings bestätigt Coco Robotics, dass Mitarbeiter die Kamerabilder der Roboter live verfolgen. Die Aufnahmen können zudem gespeichert und später zu Sicherheits-, Wartungs- und Qualitätssicherungszwecken ausgewertet werden. Die Kläger argumentieren dabei, dass sie sich bei ihrer Bestellung nicht bewusst für eine Lieferung durch einen Roboter entschieden und auch nicht schriftlich in die Erhebung biometrischer Daten eingewilligt hätten. Beide Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück. Coco Robotics bestreitet, in Chicago biometrische Daten gesammelt zu haben. Serve Robotics erklärt, seine Systeme seien nicht darauf ausgelegt, Menschen zu identifizieren oder biometrische Profile zu erstellen.
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