Das 1E9_Update vom 24.03.2020 // Wie soll die Welt nach Corona aussehen?

Guten Nachmittag, liebe @Mitglieder von 1E9!

Die Corona-Pandemie hat uns im Griff. Das öffentliche Leben steht still. Die Zahl der Infizierten und der Toten steigt. Das ist ziemlich bedrückend. Und trotzdem haben wir uns bei 1E9 dazu entschlossen, den Blick auch nach vorne zu richten. Zum Beispiel auf unsere globalisierte Welt nach Corona und wie wir sie mit neuen Technologien und Ideen besser machen können. Darum wird es auch bei unserem digitalen Meetup auf Zoom am 26.3. um 19 Uhr gehen.

Dezentral und doch global – unser digitales Meetup

Für diejenigen, die mitdiskutieren und Fragen stellen wollen, sind noch ein paar wenige Plätze frei. Hier geht’s zur Anmeldung! Für alle anderen werden wir auf unserer Plattform einen Livestream bereitstellen. Einlesen könnt ihr euch auch schon, denn wir haben die Themen und Speaker des Meetups in den vergangenen Tagen vorgestellt. Hier die Zusammenfassung davon:

Dass die jetzige Form der Globalisierung mit weltumspannenden Lieferketten angreifbar ist, wird uns gerade unmissverständlich klar gemacht. Dass sie schon vorher ein Klimaproblem war, wurde immer wieder angemahnt. Wie sollen wir also weitermachen? Uns abschotten? Nein, sagt Lin Kayser alias @Lin. Der Hyperganic-CEO, Vordenker und Speaker am 26.3. ist der Meinung, dass wir eher mehr als weniger globale Zusammenarbeit brauchen. Nur sollte sie eben anders ablaufen. Lin sagt: „Die globale Lieferkette wird digital, die Produktion lokal.“ Und zwar mit Digitalen Physischen Produkten , für die es neue Algorithmen, neue Geschäftsmodelle und industrielle 3D-Drucker braucht.

Tatsächlich werden 3D-Drucker bereits genutzt – und sollen noch stärker genutzt werden, um die derzeitigen Engpässe bei Beatmungsgeräten oder Atemmasken zu linden. Welche Rolle die Technologie jetzt und auch in Zukunft spielen kann, wird uns beim Meetup Miriam Haerst berichten, die Mitgründerin des Münchner Start-ups Kumovis, das 3D-Drucker für medizinische Implantate herstellt.

Auch Roboter sind im Kampf gegen das Coronavirus im Einsatz. Die meisten davon versprühen Desinfektionsmittel oder desinfizieren per UV-Licht. Humanoid anmutende Maschinen wurden in China getestet, um Medikamente zu verteilen oder Fieber zu messen. Doch leider sind heutige Roboter noch nicht gut genug, um es medizinischem Personal wirklich zu erlauben, aus sicherer Distanz zu arbeiten. Dafür bräuchte es leistungsfähige Telepräsenzroboter, die zu physischen Avataren der Menschen werden. Wie die funktionieren und wie sie unsere Welt verändern könnten, wird Rafael Hostettler alias @raf bei unserem Meetup berichten. Er ist der stolze „Vater“ von Roboy.

Kann man der Krise etwas Positives abgewinnen?

Das hat sich 1E9-Mitgründerin @Daria in ihrer ersten Kolumne gefragt. Und sie hat einige ermutigende Gedanken, Projekte und Entwicklungen gefunden, die zumindest ein wenig zuversichtlich machen. Sie reichen von der abnehmenden Luftverschmutzung bis zu Unternehmen, die Verantwortung übernehmen. Und zu den Delfinen, die sich angeblich wieder in Venedig tummeln. Leider waren die Delfine ein Fake – aber eine schöne Vorstellung.

Wer sich an den vielen Abenden zuhause noch einmal reinziehen will, wie Viren, Epidemien und Pandemien sowie die gesellschaftliche Reaktion darauf in Filmen ablaufen, wird in der Liste von @Michael definitiv fündig. Wem das zu krass ist, kann ich die Drohnenaufnahmen empfehlen, die derzeit in menschenleeren Städten entstehen. Oder natürlich die ersten Fundstücke, die sich in unserer Community-Liste für die digitale Entdeckungsreise während des Shutdowns sammeln. Zuerst hatte ich angekündigt, wir würden die Liste, die derzeit nur für Mitglieder zu sehen ist, am vergangenen Sonntag schließen und dann einen öffentlichen Artikel daraus machen. Aber wir nehmen uns noch ein bisschen mehr Zeit, Ideen zusammenzutragen. Danke an @ChrisS @0x78 @verdieck-stiftung @Sascha81 @sklandarok @Krischan und @Michael für euren bisherigen Input. Wem fällt noch etwas ein? Gerne ergänzen.

Zu viel Corona? Wie wäre Mobilität?

Für alle, die von Corona nichts mehr hören wollen, und für alle anderen natürlich auch hat @sebastianhofer die zweite Ausgabe seiner Kolumne geschrieben. Darum geht es um die Mobilität in unseren Städten – und wie man die Leute dazu bringen kann, E-Scooter oder SUVs nicht quer über dem Fahrradweg abzustellen, ohne gleich neue Verbote zu verhängen.

Das war ein ausführliches Update. Und ich beende es so, wie ich es begonnen habe – mit der Einladung zu einer digitalen Veranstaltung. Denn schon morgen, am 25.3., ab 17 Uhr veranstaltet der XR HUB Bavaria zusammen mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und uns eine spontan angesetzte virtuelle Talkshow. In der werden Lösungen und Erfahrungen ausgetauscht, wie wir zusammen virtuell arbeiten, lernen und uns treffen können – auch in Zeiten wie diesen. Die Infos gibt’s hier.

Wie immer gilt: Bei Fragen, Wünschen, Kritik, Anregungen, Lob – einfach diesen Newsletter auf unserer Plattform aufrufen und kommentieren oder mir direkt eine Nachricht schicken. Danke!

Bis dann
euer Wolfgang

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