Das 1E9_Update vom 3. Februar 2021 // KI, Verantwortung und Wir

Guten Mittag, liebe @Mitglieder von 1E9!

Ja, es gibt Alternativen zur Suchmaschine von Google. Eine besonders interessante ist gerade gestartet und kommt aus Berlin. Sie heißt Xayn und verfolgt ein Modell, das gerne Schule machen darf: Bei Xayn trainiert ihr die Künstliche Intelligenz, die euch immer bessere Ergebnisse liefern soll, selbst. Eure Daten wandern dabei nicht auf irgendwelche Firmenserver, sondern bleiben auf euren Geräten. Edge statt Cloud. @Michael hat mit dem Start-up dahinter – und verrät euch hier mehr über diese spannende Neuheit.

Der Artikel über Xayn gehört zu unserem Themenspecial: KI, Verantwortung und Wir. In einer Reihe von Artikeln und Diskussionen wollen wir den ganzen Februar mit euch herausfinden, wie wir KI zum Wohle der Gesellschaft einsetzen können. Als Expertinnen und Experten aus der Community unterstützen uns @Saskia @juliaschneider @SamS @NicolaiAndersen @lucas @carla.hustedt @rasmus und @MaxHaarich. Aber auch eure Ideen, Einschätzungen und Fragen sind gefragt!

Was haltet ihr zum Beispiel vom Begriff „Künstliche Intelligenz“? Ist der vielleicht ein großes Missverständnis? Seid ihr außerdem der Meinung, dass uns die Debatte über die gefährliche Superintelligenz weiterbringt? Oder verschleiert sie, dass KI heute von Menschen entwickelt, kontrolliert und verantwortet wird? Über diese Fragen habe ich mir in einem Essay Gedanken gemacht, über den einige von euch schon diskutieren.

Und wenn wir schon bei KI, Daten und dem verantwortlichen Umgang damit sind: Ihr könnt jetzt nachschauen, ob eure Gesichter bereits ohne euer Wissen verwendet wurden, um Gesichtserkennungssoftware zu trainieren.

Gehört die Zukunft den Genossenschaften?

Ein zweiter Themenschwerpunkt hat sich ganz von selbst ergeben – einer zu Genossenschaften oder auch Kooperativen. @sebastianhofer plädiert in seiner neuesten freifahrt-Kolumne dafür, die Zukunft der Mobilität nicht irgendwelchen überfinanzierten Start-ups aus dem Silicon Valley zu überlassen, sondern dafür Genossenschaften zu gründen. Dann können sowohl die Menschen, die Mobilität durch ihre Arbeit möglich machen, als auch die, die die Angebote täglich nutzen, mitbestimmen. Erfolgreiche Beispiele dafür gibt es bereits.

@ley.hans wiederum stellt uns in einem Beitrag die erfolgreiche Kooperative Mondragón vor, die bereits 1956 in Spanien gegründet wurde. Das demokratische Unternehmen könnte aus seiner Sicht eine Alternative aufzeigen – zu Deregulierung, Neosozialismus und chinesischem Staatskapitalismus. Ein fundierter Einblick in ein Modell, dass durchaus Zukunft haben könnte. Oder zumindest sollte.

Außerdem hatten wir in den vergangenen Tagen noch das für euch: SpaceX will in diesem Jahr einen Milliardär ins All bringen – und der verlost drei freie Sitzplätze in der Raumkapsel. Wer in den Weltraum will, sollte sich also bewerben. Das einst als Tesla-Herausforderer gestartete Start-up Faraday Future, das zwischenzeitlich ins Straucheln geriet, scheint durch eine Fusion vorerst gerettet zu sein. Und Virgin Hyperloop zeigt uns, wie eine Fahrt mit dem Hyperloop aussehen könnte.

In der aktuellen Ausgabe unseres This Week in Future! Newsletters findet ihr noch mehr wissenswerte Neuigkeiten. Zum Beispiel die Pläne von General Motors, ab 2035 keine klassischen Verbrenner mehr zu verkaufen, oder die Ideen von Valve-Gründer Gabe Newell über Games, die sich mit Gehirn-Computer-Schnittstellen steuern lassen. Wer den Newsletter auch jeden Sonntag will, muss dafür nur diesem Zirkel beitreten.


[ANZEIGE] „Wir verteufeln zu oft den Algorithmus an sich“

Unternehmen sollten die Chancen von KI nutzen, aber die Risiken minimieren. Das gelingt durch Corporate Digital Responsibility. Wichtig ist dabei eine abteilungsübergreifende und vor allem differenzierte Herangehensweise an die Technologie, erklärt Nicolai Andersen, Managing Partner Consulting von Deloitte.


Gründerinnen und Gründer – aufgepasst!

Ihr habt ein Start-up gegründet, dass Technologie und neue Geschäftsmodelle einsetzt, um die Welt nachhaltiger und gerechter zu machen? Oder ihr kennt so ein Start-up? Dann schaut euch den RESPOND Accelerator an, der genau solche Start-ups unterstützt. Bis Mitte Februar könnt ich euch noch für die nächste Kohorte bewerben. 1E9 ist Netzwerkpartner von RESPOND. Und wir sind schon sehr gespannt, wer diesmal dabei ist.

Das war’s von mir! Bei Fragen, Anregungen, Ideen oder Kritik – schreibt mir gerne eine private Nachricht. Oder ruft den Newsletter auf unserer Plattform auf und kommentiert dort. Danke dafür und danke an alle, die unsere Arbeit durch ihren finanziellen Beitrag möglich machen! Ihr seid großartig!

Bis dann
euer Wolfgang

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