US-Unternehmen kündigt Kernfusion für 2030 an

Löst TAE Technologies das globale Energieproblem? Bis Ende des Jahrzehnts will das Unternehmen einen kommerziell einsetzbaren Fusionsreaktor bauen, lange vor dem Iter.

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Das ist dasselbe Unternehmen, das mit Google Unterstützung und KI die notwendige Optimierung lösen konnte um diesen Erfolg, das Plasma auf der Temperatur zu halten, zu erzielen:

Dass, das Unternehmen seit Ende der 90er Jahre existiert und fast 2 Dekaden gebraucht hat um ein Plasma zu erzeugen, zeigt finde ich gut wie große die Herausforderung noch ist. Dass nun in etwa 10 Jahre ein kommerzielles Fusionskraftwerk ans Netz gehen könnte halte ich für extrem ambitioniert. Allein der Bau dürft fast die Hälfte der Zeit verschlingen :wink:

Schön zu sehen, wie hier kommerziell getrieben Forschung voran gebracht wird. Vermutlich sollten viele Konzepte parallel gefördert werden mit solchen unternehmerischen Methoden, um über einen Weg hoffentlich doch bald ans Ziel zu kommen und wirklich Energie zu produzieren.

Was ich persönlich aber am spannendsten finde ist, dass man bei solchen Vorhaben, wenn sie richtig angegangen werden, auch Technologien für ganz andere Zwecke abfallen und verwertet werden können. TAE hat zB eine Life Science Sparte über die per Strahlentherapie Krebs behandelt werden soll: https://tae.com/tae-life-sciences/

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TAE - Making „what if“ a reality

https://www.youtube.com/watch?v=FDNl54sKuY8

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Sehr cooler Meilenstein und Erfolg dieser neuen Idee das Plasma über ein sich selbst erzeugendes Magnetfeld zu stabilisieren. Weiß man mehr wie dieses Feld charakterisiert wurde? Irgendwie scheint es ein Dynamikeffekt im Plasma nun bekannt zu sein, den man nutzen kann so dass Strömung und Magnetfeld stabilisierend wechselwirken… jetzt noch Space based solar power und wir sind ab 2040 Safe. Bis dahin brauchen wir noch gute Ideen :slight_smile:

Ja, sehr cool !!

Das würde ich auch gerne so sehen, doch unbegrenzte Energie in Verbindung mit unbegrenzter Gier - das wird böse enden. :-((
Wissenschaft und Technik alleine werden die Probleme nicht lösen.

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oh, soweit hab ich noch nicht gedacht. Wäre sicherlich guter stoff für ein dystopisches sci-fi geschichtlein. Fusion Punk als neue Kategorie, oder gibt es das auch schon? @Michael

Holen wir uns die Zukunft zurück?

War das nicht der Anspruch mit dem 1E9 im April 2019 gestartet ist?

Gilt das noch oder begnügen wir „uns“ mit "… dystopischen sci-fi geschichtlein"?

Wie hat schon Karl Marx so treffend gesagt: "„Akkumuliert, Akkumuliert! Das ist Moses und die Propheten!“

Die Mülliardäre tun das permanent und exponentiell! Und wir sind in diesem Spiel ihre Vasallen und erfinden derweil dystopische geschichtlein … mich wundert, dass ich so fröhlich bin. :slight_smile:

Die Zeit: Milliardäre sind die Pandemiegewinner

Kolumne von Marcel Fratzscher vom 20. Mai 2021 - Während die Wirtschaft eingebrochen ist, haben die 2.700 Milliardäre weltweit im Corona-Jahr ihr Vermögen um 60 Prozent gesteigert. Was für eine perverse Entwicklung.

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Der stete Tropfen höhlt den Stein ?!
Sag mir was wir tun können - ich bin dabei :wink:

Was ich hier überzeugend fand ist die von @CTTF oft eingebrachte Perspektive dass es sicher keine Utopisten braucht sondern die negativ Stories - dystopian - viel wirksamer sind für Veränderung. Ich find sie auch „unterhaltsamer“.

Dass sci fi Literatur wahnsinnig unterschätzt ist aber gerade in Zeiten von Wandel relevant ist habe ich auch hier oft von @Michael und anderen gelesen. War mir ehrlich gesagt immer fremd.

Jetzt lasst mal die Zukunft zurück holen - finde ich immer noch gut!

Ah und was mit noch einfällt zur bitter süßen Realität ist diese aktuelle news:

Schon doppelt eine klatsche: nicht nur dass einer der wohlhabendsten Menschen in der Krise so unglaublich an Reichtum zulegt, sondern auch mit absoluten luxusprodukten. Will das nicht kritisieren. Sind ja die Menschen selbst die diese Aktien kaufen und den Schampus in Zeiten von weltkrisen…

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Die sind aus München! Wäre cool mehr zu erfahren. Der Schlüssel, wie im US Beispiel auch, wird sein eine Test Facility bauen zu können und mit langem Atem, aber wesentlich schneller als in der akademischen Forschung, deren Konzepte, die innovativ sein müssen, zu erproben und weiterzubringen.

Das ist eine große Hürde in Deutschland. Wer kann hier sowas finanzieren? Sie begeben sich in Wettbewerb mit der existierenden Forschung. Das kommt politisch nicht immer gut. Und Professoren mögen diese fancy und agileren Ansätze auch nicht. Vielleicht brauchen sie einen nicht-europäischen Investor mit abenteuerlicher can-do Gesinnung. Wäre dem Vorhaben zu wünschen.

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Das wäre doch eine gute Gelegenheit für MP Markus Söder sich (weiter) zu profilieren.

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Ich befürchte 2 Dinge:

  1. es gibt in garching ein großes und langfristiges fusionsprojekt. Da müsste dann auch Geld rein. Und eher versenkt man da, denn hier muss kein kommerzieller Erfolg kommen. Man macht sich als Politiker nicht angreifbar.
  2. die Diskussion in garching um die neutronenquelle und radioaktive Verunreinigung der Umgebung zeigt dass ein Neubau von Kernkraft Systemen es schwer haben wird. Bürgerbegehren, grüne „Politik“ etc. denn auch hier kann es radioaktive Stoffe geben.
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… ich befürchte du hast recht. :-(( Warten wir mal ab was aus dem Projekt wird und wer es letzten Endes an Land zieht oder wann es gecancelt wird. Deutschland, ein Rückentwicklungsland. Es sollte doch mal ein Ruck durch Deutschland gehen. Draus ist wohl ein zuRück geworden.

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Ich denke, hier zwischen der Dystopie und Utopie bewegt sich ein natürlicher kultureller Zyklus. Ein neues Zeitalter (wie bspw.) die Moderne wird durch utopisches Framing eingeleitet. Im Laufe der Zeit manifestieren sich Ineffizienzen, die das System destabilisieren und zu dystopischem Gedankengut führen. Dieses Gedankengut wird dann wiederverwendet, um eine neue synthetisierte Utopie zu generieren. These, Antithese, Synthese.
Nach dem Modell würden wir beides brauchen. Die Dystopien scheinen mir jedoch schon recht lange ihr Unwesen zu treiben… Zeit für die Utopie würde ich sagen :slightly_smiling_face:

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Keine Frage Timo: Dystopien gibt es wirklich im Überfluss. :face_vomiting:

Obwohl ich persönlich gegenüber den Kernfissionskonzepten große Vorbehalte habe, bin ich der Meinung neue Konzepte sollten möglichst objektiv analysiert und auch (in D-land) erprobt werden. Aber wirklich unter realistischen Bedingungen, mit allen möglichen Störfällen und nicht mehr mit der These, einen Gau gibt’s einmal in 10.000 Jahren.

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