Sterben die Innenstädte oder müssen wir sie nur neu denken?

Auf Spiegel.de gibt es mal wieder einen Artikel über die „sterbenden Innenstädte“. Das heißt in dem Artikel: Läden machen zu, große Geschäfte wie Karstadt und Kaufhof verschwinden und die Gastronomiebetriebe werden weniger. Das ist alles richtig – und für die Betreiber durchaus tragisch.

Aber heißt das, dass hier tatsächlich die Innenstädte sterben? Ich weiß nicht so recht, aber ich glaube das stimmt so nicht. Denn warum müssen Innenstädte ausschauen wie eine Mall – zugepflastert wie H&M-, C&A-Läden und einem teuren Restaurant neben dem anderen.

Sieht denn keiner eine Option, wie eine Innenstadt vielleicht auch anders funktionieren kann? Wäre es nicht eine Möglichkeit, Menschen wieder in den Innenstädten tatsächlich leben zu lassen, dort Kunst und Kultur zu machen? Ich finde es fast schon traurig, dass das Konzept „lebendige Innenstadt“ so sehr vom Konsum abhängig gemacht wird.

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Bin da ganz bei dir. Natürlich ist es für die betroffenen Menschen, die ihre Arbeit in den schließenden Läden verlieren, richtig mies. Das sollte man nicht vergessen… Aber ich glaube auch, dass deswegen nicht die Innenstädte sterben. Die gab es, bevor sie zu durchformatierten Shopping Malls wurden und die wird es danach auch noch geben.

Ich fände eine Mischung aus Läden, Fachgeschäften, Gastronomie, Kultureinrichtungen, aber gerne auch Wohnungen, Schulen, Kindegärten, Seniorenheimen usw. toll. Damit die Innenstädte wieder eine Art Lebensraum werden.

Genau das trifft es perfekt. Finde Innenstädte genau deswegen fast schon austauschbar. Überall dieselben Stores und Cafés und Malls.

Innenstädte als Begegnungsorte finde ich super. Marktplätze für lokale Dinge, für Austausch und Diskussion, für Innovation… Man soll flanieren könnten, auch Inspiration finden indem man auf Interessantes, Neues und spannende Menschen trifft.

Dort Leben müsste ich jedoch nicht unbedingt :slight_smile: