Ein 18-Jähriger hat eine Methode entwickelt, um Gewässer von Mikroplastik zu befreien

Dass Mikroplastik, also Plastikteilchen deren Durchmesser geringer als fünf Millimeter ist, zum Problem wird, ist inzwischen bekannt. Winzige, für das Auge kaum sichtbare Kunststoffpartikel aus Duschgels, Kosmetik und anderen Produkten landen im Abwasser, können von Kläranlagen aber nicht herausgefiltert werden. Also gelangen sie in die Umwelt, werden von kleinen Fischen verschluckt, die dann von großen Fischen verschluckt werden, die dann von Menschen verschluckt werden. So weit so schlecht.

Der 18-jähriger Nachwuchsforscher Fionn Ferreira aus Irland hat nun eine Methode entwickelt, mit der Mikroplastik doch noch aus dem Wasser gefischt werden könnte. Aus Öl und Magnetit, also magentischem Eisenoxidpulver, hat er ein ungiftiges Ferrofluid entwickelt. In Gegenwart von Wasser zieht dieses Mikroplastik an. Anschließend lässt sich mit einem Magnet das Fluid zusammen mit dem Mikroplastik aus dem Wasser entfernen. In diesem Video zeigt Fionn, wie das funktioniert.

Schaut zu simpel aus, um wirklich zu funktionieren? Das trügt. Bei 1000 Versuchen konnte das Wasser auf diese Weise von im Schnitt 87 Prozent des Mikroplastiks gereinigt werden. Fionn konnte mit seiner Entwicklung jetzt auch Google überzeugen.

Er ist nämlich der Gewinner der diesjährigen Google Science Fair. Das hat ihm immerhin ein Preisgeld von 50.000 Dollar eingebracht. Er hofft laut einem aufschlussreichen Bericht von Forbes, seine Technologie nun skalieren zu können, damit sie in Klärwerken implementiert werden kann. Dann würde in Zukunft deutlich weniger Mikroplastik in die Umwelt geraten.

Mehr über Fionn erfahrt ihr auch bei jetzt.de. Dadurch bin ich auf ihn aufmerksam geworden.

https://www.jetzt.de/das-ist/fionn-ferreira-erfindet-mit-18-jahren-methode-zum-filtern-von-mikroplastik

Teaser-Bild: Fionn Ferreira

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Noch eine großartige Idee - von der 15-jährigen Leonie aus Friedberg. Sie hat einen Mikroplastik-Filter für die Waschmaschine entwickelt. Danke @est für den Hinweis auf Twitter!