Das 1E9_Update vom 19. August 2021 // Fabriken im Weltraum, verantwortungsvolles Design und ein Hundecoin

Guten Mittag, liebe @Mitglieder von 1E9!

Die Kommerzialisierung des Weltraums ist in vollem Gange. Firmen wie SpaceX installieren riesige Konstellationen von Satelliten, um die Erde mit schnellem Internet zu versorgen. Milliardäre leiten das Zeitalter des Weltraumtourismus ein. Doch eine Idee, die schon seit Jahrzehnten immer wieder neu formuliert wird, wartet noch auf ihre Umsetzung: Fabriken im Weltraum. Jeff Bezos, zum Beispiel, träumt davon, all die schmutzigen Industrien auf den Mond zu verlagern, um die Erde zu retten.

Das allerdings ist eine Vision, die noch lange auf ihre Umsetzung warten dürfte. Viel wahrscheinlicher ist es, dass die ersten „Made in Space“-Produkte solche sind, die man nur in Schwerelosigkeit produzieren kann. Bestimmte Halbleiter, Medikamente oder 3D-gedruckte Organe gehören dazu. Genau auf diese Art von Materialien will sich auch das amerikanische Start-up Varda Space Industries konzentrieren, mit dessen Mitgründer Delian Asparouhov ich sprechen konnte. Varda will schon 2023 eine erste Fabrik im Weltraum eröffnen – und setzt dabei nicht auf revolutionäre Technik und spekulative Ideen, sondern auf bewährte Wissenschaft und Komponenten von der Stange. Könnte spannend werden!

Design mit Verantwortung

Wie schaffen wir es, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die das Leben nicht nur bequemer oder unterhaltsamer machen, sondern gleichzeitig keinen Schaden anrichten und vielleicht sogar zur Lösung von globalen Herausforderungen beitragen können?

Diese Frage stellt sich auch der Designer Simon Höher, der öffentliche, private und zivilgesellschaftliche Organisationen dabei berät, wünschenswerte Zukünfte zu gestalten. Er ist der Ansicht, dass der Durchbruch von Design Thinking schon ein erster Schritt in Richtung besserer Innovationen war – dass es jetzt aber weitere Fortschritte braucht. Er plädiert vor allem für verantwortungsvolles Design, dass nicht nur die unmittelbaren User eines Produkts einbezieht. Was haltet ihr von dieser Überlegung?

Auch in der Kryptowelt gibt es Initiativen, die einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten wollen. So bildet sich gerade die Dogecoin Foundation, die dafür sorgen will, dass die Satire-Kryptowährung, die in letzter Zeit einen Boom erlebte, für gute Zwecke zum Einsatz kommt. Mit Budget für drei Jahre und einem Team ist die Stiftung schon ausgestattet – und in ein paar Wochen will sie erste Projekte vorstellen.

Methan, Deepfakes und Überwachung

Weitere Nachrichten aus der Zukunft gibt’s wie immer in der aktuellen Ausgabe unseres sonntäglichen Newsletters This Week in Future! – diesmal unter anderem mit einem Plädoyer für die Reduzierung von Methan-Emissionen, um möglichst schnell etwas gegen die Klimakrise zu erreichen, mit einem Firmenchef, der als Deepfake eine PK abgehalten hat, oder auch mit dem größten Call-Center-Anbieter der Welt, der seine Belegschaft nun offenbar auch im Home Office per Kamera überwachen will. Wer den Newsletter auch abonnieren will, muss dafür nur diesem Zirkel beitreten.

Danke außerdem an alle Mitglieder, die uns durch ihren Monatsbeitrag unterstützen – dazu gehören @mauchmark @Ritterbob @Audionaut @mx512 @Kolbenfresser @Primeldieter @martinos @BeGi @Sp4nd3x @dabuki @windeknecht @Methusalem.rocks @Juri @knipperdolling @JosefMoser @johannes.eissing @PIC @scimitar @phefele @Pembrouke @muellerphilipp @kamui @metabolist @theozahn @Peh_Kah und viele, viele mehr. Danke euch! Ihr seid der Hammer.

Das war’s von mir für diese Woche. Bei Fragen, Wünschen, Kritik, Anregungen, Ideen – schreibt mir gerne eine private Nachricht. Danke!

Bis dann
euer Wolfgang

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