Ein neues Molekül könnte Heizungen überflüssig machen – da es Sonnenenergie als Wärme speichert

Es ist eigentlich ziemlich absurd, dass wir Energiequellen wie Öl, Kohle oder Gas nutzen, wo doch tagtäglich mehr als genug Energie durch die Sonnenstrahlung auf die Erde einprasselt. Die Herausforderung ist jedoch, diese Energie dauerhaft und sicher zu speichern, um sie dann zu nutzen, wenn wir sie brauchen. Natürlich: Batterien, die Umwandlung von Strom in Wasserstoff oder die Speicherung via Pumpspeicherwerken ist machbar. Aber diese Methoden sind aufwendig, teuer und stets geht ein Teil der Energie verloren.

Forscher der Chalmers University of Technology in Gothenburg wollen aber nun eine revolutionäre Entdeckung gemacht haben. Sie behaupten, einen günstigen und effektiven Weg gefunden zu haben, um Solarenergie zu speichern. Nämlich: Ein Molekül, das die Sonnenstrahlung aufnehmen, nahezu verlustfrei aufbewahren und, wenn durch einen Katalysator aktiviert, als Wärme wieder abgeben kann. Die Wissenschaftler meinen, ein aus diesen Molekülen produziertes Material könne auf und in Fenster, Textilien, Fußböden, Fahrzeuge und eigentlich überall eingebracht werden.

Dadurch ließen sich gigantische Mengen an Strom einsparen, die für das Heizen von Räumen oder Fahrzeugen genutzt werden. Dass das funktioniert, soll durch einen Test auf dem Campus der Universität demonstriert werden, wo derzeit ein gesamtes Gebäude mit dem neuartigen Material ausgekleidet wird. Die Lebensdauer des transparenten Stoffes betrage zwischen fünf und zehn Jahren.

Unsicher ist, ob sich damit nicht nur Wärme, sondern möglicherweise auch elektrischer Strom produzieren und dadurch eine neue und effizientere Art von Solarpaneelen konstruieren ließe. Demnächst soll ein von der Universität und den Entwicklern selbst gegründetes Unternehmen versuchen, die Entdeckung weiterzuentwickeln und in kommerzielle Produkte umzusetzen. Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme hat schon angekündigt, das Team unterstützen zu wollen.

Moth-Poulsen plans to spin off a company that would advance the technology and says he’s in talks with venture capital investors. The storage unit could be commercially available in as little as six years and the coating in three, pending the $5 million of additional funding he estimates will be needed to bring the coating to market. In May he won the Arnbergska Prize from the Royal Swedish Academy of Sciences for his solar energy projects.

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