Ein Chinese behauptete per Gesichtserkennung 100.000 Frauen in Pornos identifiziert zu haben

Ein chinesischer Programmiere, der sich in Deutschland aufhält, behauptete, er könne mithilfe von Gesichtserkennung sowie Bildern in sozialen Netzwerken die echte Identität von 100.000 Pornodarstellerinnen feststellen. Dabei arbeiten viele von ihnen unter Pseudonym, um ihre Privatsphäre zu schützen. Seit ein paar Tagen macht die Behauptung des Chinesen, die dieser im sozialen Netzwerk Weibo machte, auf Twitter die Runde.

Kritik erntete der Programmierer von allen Seiten - nicht nur, weil er Daten zweckentfremdete, sondern auch, weil er angab, das Ganze gemacht zu haben, damit Ehemänner überprüfen können, ob ihre Frauen in Pornofilmen zu sehen waren.

Eigentlich wollte der Mann mehr Details über sein Vorgehen verraten, wie er Motherboard mitteilte. Doch der Shitstorm scheint das verhindert zu haben. Inzwischen hat er sich entschuldigt und gibt an, die Daten gelöscht zu haben, weil diese europäisches Recht verletzt hätten. DSGVO sei Dank.

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Rein vom technischen Standpunk her wäre das, wenn es denn tatsächlich gelungen ist, durchaus beeindruckend. Aber solch ein Fall zeigt natürlich auch, dass hier sowohl moralische, ethische und gesetzliche Grenzen definiert werden sollten. Denn natürlich schafft solch eine Technologie auch eine unglaubliche Verletzlichkeit; nicht nur für Darstellerinnen und Darsteller in Pornos, sondern beispielsweise auch Opfer von häuslicher Gewalt, die neue Identitäten annehmen oder Menschen im Zeugenschutz.

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Absolut! Wir haben selbst immer weniger in der Hand, ob Aufnahmen von uns im Netz landen oder nicht. Will gar nicht wissen, auf wie vielen Instagram-Fotos ich drauf bin, ohne es zu wissen. Das in Verbindung mit der Möglichkeit die riesigen öffentlich zugänglichen Datenbanken von sozialen Medien zu durchsuchen und die günstige Verfügbarkeit von Gesichtserkennung ist ein Problem.

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