Wie lange wird der E-Scooter-Hype überdauern?

Ja, neue Mobilität muss man wirklich trainieren! Bin gerade in Paris und habe hier (ich gestehe das jetzt einfach mal) zum ersten Mal Bikesharing gemacht… Mit dem städtischen Angebot Velib, das mit (vielen) Stationen funktioniert. Und ich muss sagen: Wie großartig! Da in Paris in den vergangenen paar Jahren wirklich sehr, sehr viel für Radfahrer gemacht wurde, ist es für Touristen das perfekte Fortbewegungsmittel…

E-Scooter sind hier auch sehr viele - anfangs war das wohl sehr chaotisch, wie mir eine hier lebende Freundin bestätigt hat, aber inzwischen geht das ganz gut. Die Apps kann man hier auch nutzen.

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Zum Thema Geständnis @Wolfgang -> ich habe noch NIE Bike-Sharing gemacht blush

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Nicht so schlimm, kann jedem Mal passieren… :wink:

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Also Jungs, dann wird’s Zeit! Soll ich Euch dafuer mal einen Coursera Kurs fuer Roller, Car und Bike Sharing einrichten? :smile:

Ich habe praktisch alles ausprobiert. Auch in Paris, wo es inzwischen 20.000 Roller gibt! Die Stadt hat dort aber hart durchgegriffen. Auf dem Gehweg fahren kostet 135 Euro, Falschparken 35 Euro. Also Aufpassen, Wolfgang.

Vielleicht sollten wir uns wenn wieder alle zurueck sind mal auf ein Bierchen treffen. Es gibt zu dem Thema scheint’s mehr zu besprechen… :sunglasses:

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@Steffen klar

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Das stimmt, das ist die größte Hürde. Und da hierzulande fast jeder ein Fahrrad besitzt, auch die hartnäckigste für ein Shared-Mobility-Konzept. Die Shared-Car-Unternehmen sind ja schon wieder auf dem Rückzug und das E-Scooter-Geschäftsmodell erschließt sich mir nicht ganz. Richtige Roller (wie Emmy) machen da schon mehr Sinn, v.a. wenn man seinen eigenen Mobilitätsmix mit den neuen Angeboten abgleicht/integriert.

Aber dennoch für einen täglichen Nutzen und wenn man wirklich darauf angewiesen ist, ist alles davon zu vage und hat schon einige Nachteile.

Trafi senkt vielleicht die Hürden aber dennoch sind alle Konzepte auf einen Weg von A nach B ausgelegt und integrieren nicht die vorhandenen Möglichkeiten eines Nutzers (ich lasse mal Touristen aussen vor). Das sieht man schon an den wild aufgestellten und heillos überfüllten Fahrradständern an den U-Bahn-Abgängen, sofern welche vorhanden sind. Und ich gehe mal davon aus 90% der Strecken sind ABA-Wege. Zur Rückfahrt ist aber dann gerade kein Fahrzeug da oder man sucht Parkplätze und am Ende ist es teurer als alles Gewohnte.

Eigentlich kann die Lösung nur eine alles verbindende App sein, die auch technisch mit dem Anspruch mithalten kann.

Ansonsten fahrt halt alle Fahrrad und integriert mehr Fahrradstellplätze in die Bahn!

Das ist für mich bisher unschlagbar und customized. :wink:

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Aus Sicht eines Rand-Berliners finde ich die Scooter sehr uninteressant. Der Benutzungs-Radius endet meistens im „Ring“ und sind somit für die eigentlichen Verbraucher uninteressant. Vor allem am Rand einer Großstadt, wo der ÖPNV ausläuft und nicht dicht besiedelt ist, wären diese Geräte sehr praktisch und hätten einen wirklichen Nutzen. Vom Brandenburger Tor bis zur Siegessäule ist man relativ schnell unterwegs und sieht einige schöne Ecken von Berlin, aber vom Treptower-Park bis nach Adlershof, oder von Gesundbrunnen nach Wittenau wären die Scooter weitaus praktischer. Dicht besiedelt, aber kaum ÖPNV für die Anwohner, dann auch noch im 20-Minuten-Takt, statt wie in der Stadt eine Bahn alle drei Minuten.

Das Problem für die Anbieter wird wohl eher sein, dass die „Dinger“ relativ schnell auf Innenhöfe abgestellt werden, da sowohl die Fußgängerdichte wie auch das Polizeiaufkommen relativ dünn ist. Dennoch sehe ich im Rand eher einen praktischen Nutzungszweck für die Scooter und auch zudem eine weitaus größere Abnehmermasse.

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Das gilt leider auch für viele Carsharing-Angebote. Habe früher in einem wenig zentral gelegenen Stadtteil von München (Freimann) gearbeitet - und das oft bis nach Mitternacht. Dann fuhr dort nur noch alle halbe Stunde ein Bus, der zur ebenfalls nur noch sehr sporadisch fahrenden U-Bahn fuhr…

Wären dort in der Nähe Sharing-Autos gewesen, hätten alle Kolleginnen und ich ganz bequem mit den Öffentlichen hin und mit den Sharing-Autos zurückfahren können. Aber so haben dann doch alle das eigene Auto gewählt, weil sie nicht eineinhalb Stunden unterwegs sein wollten.

Das heißt: Im Moment drängen sich alle neuen Mobilitätsangebote vor allem in den Bereichen der Städte, die ohnehin am besten versorgt sind. Die Zwänge der Anbieter, die bei einem größeren Einsatzgebiet häufiger eigenes Personal einsetzen müssen, um die Fahrzeuge zurückzuholen, verstehe ich. Aber aus Nutzersicht ist das ärgerlich. Wird sich vielleicht erst mit autonomen Shuttles ändern.

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Das ist ein sehr akutes Problem, welches du da ansprichst. Gut, zugegeben, in Berlin gibt es ein sehr stark ausgebautes Nachtbus-Liniennetz, aber diese Busse sind meistens vollgeknüllt mit Partylöwen und Partylöwinnen, was je nach Pegel sehr belustigend, sehr anstrengend oder aber auch teilweise leicht bis sehr gefährlich werden kann.

Ein ausgewogener Mobilitätsmix, vor allem in Regionen, wo er benötigt wird und eben kein Überschuss existiert, wäre für Viele vom Vorteil.

Das sollten Umkosten sein, die verkraftbar wären. Alternativ gibt es ja beim E-Roller-Anbieter Lime zu sehen. Die sogenannten „Juicer“ könnte es auch für Car-Sharing geben. Desweiteren waren ja auch schon mal speziell vorgesehene Parkplätze für Car-Sharing und Scooter im Gespräch. Die 200 Meter vom Parkplatz bis zur Tür kann ich dann auch noch laufen. Leider gibt es ja den Kampf, den ich als Nicht-Autofahrer gerne beobachte, um den besten Parkplatz vor der Tür. Was das bringen soll, hab ich bis heute nicht verstanden, denn zwei Minuten Zeitgewinn wären mir für diesen Stress zu viel.

Vielleicht sollten die Car-Sharing/ Scooter Anbieter sich mal überlegen mit Discounter zu kooperieren. Die hat man doch an so gut wie jeder Ecke in der Stadt. Ladestation vor packen und jeder kommt gemütlich und schnell zum Verkehrsmittel der Wahl. Ein weiteren Vorteil hätte es auch, die Lieferanten von Bringmeister und co. könnten direkt vom Markt aus los rollern :wink: (Auch wenn sich das wahrscheinlich nicht mit der Mitarbeiterstruktur der Lieferdienste abdeckt, dennoch eine tolle Zukunftsvision die zum Denken anstoßen könnten)

Autonome Shuttles werden noch einmal ein ganz interessantes Thema. Sogar eines, welches der Staat von vornherein mit entwickeln könnte. GIbt es Hubs? Stationen? Direktshuttles? Welche Antriebsart, welche/r Hersteller und und und. Das ist mal eine Idee, mit der ich noch nicht gerechnet hätte. Da muss ich mir auf jeden Fall noch mal Gedanken drüber machen, das kitzelt mir jetzt unter den Fingernägeln :wink:

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Kleiner Teaser: Darum wirds bei uns bald ausführlicher gehen.

Ansonsten gibt’s jetzt einen ersten Test in Weißensee, ob Außenbezirke funktionieren. Von @Max_Hüsch und Circ.

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/09/berlin-e-scooter-aussenbezirke-test-weissensee.html

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KickScooter ersetzen laut aktueller Daten gemessen am Durchnitt der Strecken die bislang vorwiegend zu Fuß erledigt wurden durch ein Konzept das Ressourcen benötigt egal wie haltbar ein Kickscooter ist. Dazu kommt das die Fahrzeuge nach derzeitiger Lage noch nichtmal das Mitführen von leichtem Gepäck (Bspw. einen Einkauf) möglich machen. (Rucksack mal ausgeschlossen.

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Interessantes Dashboard, Dominik. An Datenqualitaet und Darstellung hapert es moch ein wenig aber immerhin zeigt es klar, dass geliehene e-Scooter mit dem taeglichen Weg zur Arbeit (commute) nicht viel zu tun haben: die staerksten Tage sind Samstag und Sonntag und die rush hours an Werktagen sind auch nicht erkennbar. Vielleicht nicht sehr ueberraschend.

Steht der Rueckgang im September fuer zurueckgehendes Interesse weil die ‚Ausprobierphase‘ vorbei ist, das Ende der Ferienzeit, oder kommt schon schlechtes Wetter ins Spiel? Da bin ich gespannt wie es weitergeht.

Bin auf jeden Fall bei Dir mit: ‚e-Scooter ersetzen bisherige Fusswege‘. Deshalb hatte ich geschrieben ‚die Monetarisierung des Zu-Fussgehens‘. Mit Bequemlichkeit/Komfort laesst sich auf jeden Fall Geld verdienen.

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