Das ist der Lightyear One, eine Solar-Limousine aus den Niederlanden

Schnittig und futuristisch ist er – und er fährt durch die Kraft der Sonne. In Katwijk in den Niederlanden hat das Start-up Lightyear heute morgen den ersten finalen Prototypen des Lightyear One vorgestellt. Hinter dem Unternehmen und dem Wagen stehen ehemalige Studenten der Eindhoven University of Technology. Die hatten vor einigen Jahren mehrfach durch ihre Teilnahme und dem dreimaligen Sieg bei der Solar-Challenge, einem Rennen für Solarfahrzeuge in Australien, für Aufsehen gesorgt.

Entwickelt worden war der Lightyear One innerhalb von nur zwei Jahren. Dennoch soll er, wie das Start-up verspricht, eines der modernsten und effizientesten Elektroautos sein, wenn er 2021 auf den Markt kommt. Das bedeutet eine Reichweite von 725 Kilometer – mehr als ein Model S –, je ein Elektromotor pro Rad, von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde in zehn Sekunden. Aber vor allem: Durch im Dach und der Motorhaube verbaute Solarzellen soll der Wagen an Sonnentagen pro Stunde genügend Strom für 12 Kilometer generieren. Damit soll der Wagen die größten Bedenken gegenüber Elektroautos aus dem Weg räumen, die es derzeit gibt – nämlich die Reichweite und die Angst davor, ohne Ladesäule im Nirgendwo zu stranden.

Ich hatte bereits Anfang des Jahres an anderer Stelle mit Lightyear-Co-Gründer Lex Hoefsloot gesprochen, über den Lightyear One geschrieben und ihn mit dem Sion von Sono Motors verglichen, der ein ganz ähnliches Ziel und Konzept hat. Dennoch sind beide Fahrzeuge doch schon unterschiedlich. Denn der Lightyear One soll kein total vernünftiges Stadtauto werden, sondern eben eine recht große Limousine mit Langstreckennutzbarkeit. Das bedeutet auch: Apple-CarPlay und Android-Auto-Integration, Wireless Key, fast 2.500 Liter Stauraum und eine avantgardistische Optik, die auffällt.

Das soll natürlich auch kosten. Während der Sion mit 25.500 Euro recht erschwinglich ausfällt, werden sich Vorbesteller den Lightyear One für eine „Gebühr“ von 119.000 Euro reservieren können – heißt: Er kann möglicherweise noch teurer werden.

Ich bin zwar kein Fan von solch Straßenkreuzern im Alltag. Aber … den Lightyear One würde ich zumindest gerne einmal Probe fahren.

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